Liveticker Ukraine-Krieg: Trump erwartet baldiges Treffen mit Putin und Selenskij

28.10.2026 08:35 Uhr
08:35 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 500 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 531 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Orjol, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tambow, Tula und der Region Moskau zerstört.
07:54 Uhr
Trump erwartet baldiges Treffen mit Putin und Selenskij

US-Präsident Donald TrumpAlex Wong/Getty Images US-Präsident Donald Trump erklärte, er rechne damit, in naher Zukunft ein Treffen mit seinen Amtskollegen aus Russland und der Ukraine – Wladimir Putin und Wladimir Selenskij – abzuhalten. Bei einem Briefing mit Journalisten auf der Militärbasis Andrews bei Washington sagte er:
"Ich glaube, was Russland und die Ukraine angeht, machen wir große Fortschritte. Es wird sehr bald ein Treffen stattfinden, und ich denke, es wurden bereits große Fortschritte erzielt."
Auf die Nachfrage von Journalisten, mit wem das Treffen geplant sei, antwortete Trump:
"Mit Präsident Putin und mit Präsident Selenskij."
07:17 Uhr
Medien: Gespräch Putins mit Stubb und Støre treibt Keil in Europa
Das jüngste Telefonat des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem finnischen Amtskollegen Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre hat "einen Keil in die Reihen der europäischen Unterstützer der Ukraine" getrieben. Dies berichtet die britische Zeitung The Daily Telegraph.
Europäische Politiker hätten Stubb und Støre der Kritik unterworfen, weil diese auf eigene Faust Gespräche mit Putin geführt hatten, "die letztlich nur dem Kreml nützen", so das Blatt.
"Andere europäische Staats- und Regierungschefs kritisierten das Vorgehen als einen 'Alleingang' ohne europäischen Konsens."
Das Telefongespräch vom Dienstag sei vor dem Hintergrund der EU-Bemühungen geführt worden, ein einheitliches Team von Unterhändlern für Verhandlungen mit Moskau zu bilden, merkt die Zeitung an.
Ein an dem Prozess beteiligter europäischer Beamter sagte gegenüber The Daily Telegraph, dass ohne eine Einigung die Gefahr bestehe, dass die Staats- und Regierungschefs "von allen Seiten und ohne klare europäische Position" Kontakt zu Putin aufnehmen würden.
06:31 Uhr
Truppenverband Nord neutralisiert mehr als 50 ukrainische Kämpfer
Die Einheiten des russischen Truppenverbands Nord hätten in der vergangenen Nacht 54 ukrainische Soldaten neutralisiert. Dies teilt die Pressestelle des Truppenverbands gegenüber TASS mit. Durch den Einsatz von Artillerie und Mehrfachraketenwerfern seien dabei 15 Drohnenleitstellen und zehn Geländefahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört worden.
Zudem hätten die diensthabenden Luftabwehrkräfte des Verbands in der Nacht insgesamt 197 gegnerische Drohnen abgeschossen, die in Richtung der russischen Grenzregionen geflogen waren.
27.10.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:45 Uhr
FT: Nicht-EU-Verbündete der Ukraine sagen für 2027 fünfmal weniger Hilfe zu
Die Verbündeten der Ukraine, die nicht der EU angehören, haben für das Jahr 2027 deutlich weniger Mittel zur Unterstützung des Landes zugesagt als für 2026. Das berichtet die britische Zeitung Financial Times (FT) unter Berufung auf eine Prognose der Europäischen Kommission.
Demnach haben die Partner Kiews außerhalb der EU für 2027 lediglich vier Milliarden Euro in Aussicht gestellt, nach 19 Milliarden Euro im Jahr 2026. Die Mittel sind somit fast fünfmal geringer. Deshalb würden Beamte der Kommission andere Unterstützungsoptionen prüfen, darunter die gemeinsame Ausgabe von Schuldtiteln. Zudem übe Brüssel Druck unter anderem auf London, Tokio und Ottawa aus, um Gelder für die Ukraine zu mobilisieren, so die FT.
20:30 Uhr
Russische Luftabwehr fängt binnen zwölf Stunden 71 gegnerische Drohnen ab
Die russischen Luftabwehrkräfte haben heute zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit 71 gegnerische Drohnen abgefangen und zerstört. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Drohnen wurden über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol und Tula sowie über dem Großraum Moskau abgefangen.
20:14 Uhr
Kreml garantiert Selenskijs Sicherheit bei möglichem Besuch in Moskau
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij kann auf Wunsch zu Verhandlungen nach Moskau kommen. Ihm werden hier alle Bedingungen einschließlich Sicherheit garantiert. Das erklärte der russische Präsidentenberater, Juri Uschakow, dem Nachrichtenportal Westi nach einem Gespräch von Russlands Präsident Wladimir Putin mit Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb.
Laut Uschakow übermittelten Putins Gesprächspartner dem russischen Präsidenten das "aktive Interesse Wladimir Selenskijs, direkt mit ihm zu verhandeln". Im Gespräch sei aber betont worden, ein Kontakt auf Führungsebene zwischen der Ukraine und Russland habe nach Abschluss des Verhandlungsprozesses den größten Sinn, nämlich zur Unterzeichnung der Abschlussdokumente, so Uschakow weiter.
19:56 Uhr
Französischer Präsidentschaftskandidat nennt Ukraine eine Diktatur
Der Vorsitzende der Partei "Les Patriotes" (Die Patrioten) und Kandidat für das französische Präsidentenamt, Florian Philippot, hat die Ukraine als Diktatur bezeichnet. Damit reagierte er auf den Beschluss der Obersten Rada, das Kriegsrecht bis zum 29. Januar 2027 zu verlängern. Philippot schrieb auf X:
"Was für eine Schande! Und wir unterstützen, bewaffnen und finanzieren weiterhin diese niederträchtige DIKTATUR!"
Philippot forderte zudem ein Ende der Hilfe für Kiew. "Es reicht. Kein Euro mehr, keine Waffe mehr für die Ukraine!", schrieb er.
Lisez ça : quelle honte ! ⤵️ Et on continue de soutenir, armer et financer cette infâme DICTATURE ! ➡️ Ça suffit. Plus 1 euro, plus 1 arme pour l’Ukraine !
— Florian Philippot (@f_philippot) October 27, 202619:33 Uhr
Lawrow wirft europäischen Politikern "politischen Masochismus" vor
Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat europäische Politiker als politische Masochisten bezeichnet. Sie wollten alles opfern, damit die Ukraine Russland besiegen könnte, obwohl dieser Kurs ihren eigenen Ländern schade. Bei einem Treffen mit Chefredakteuren afrikanischer Medien erklärte Lawrow:
"Der Westen versucht, seine öffentliche Meinung auf der Position zu halten, dass man alles opfern muss: Gehälter, Arbeitsplätze, den Umfang medizinischer Leistungen und grundsätzlich soziale Leistungen, damit die Ukraine Russland besiegt. Das hat in letzter Zeit unter anderem Kanzler Merz erklärt […] Das sind solche Masochisten, wenn Sie so wollen, politische."
Lawrow kommentierte zudem das Telefonat von Präsident Wladimir Putin mit den Staats- und Regierungschefs von Norwegen und Finnland. Er sagte, die europäischen Länder versuchten zwar, sich in den Verhandlungsprozess zur Ukraine zu drängen, änderten ihren Ansatz bislang aber nicht.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
