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Druschba-Pipeline: Kasachstan will Öllieferungen nach Deutschland wieder aufnehmen

Öl aus Kasachstan könnte erneut über die seit Mai geschlossene Druschba-Pipeline nach Deutschland gelangen. Der kasachische Energieminister teilte mit, die Anfrage über den entsprechenden Transit der russischen Seite überreicht zu haben.
Druschba-Pipeline: Kasachstan will Öllieferungen nach Deutschland wieder aufnehmen© Urh

Kasachstan will den Ölexport nach Deutschland über die Druschba-Pipeline wieder aufnehmen. Wie der Energieminister der Republik, Jerlan Akkenschenow, erklärte, habe Astana diesbezüglich eine Anfrage an Russland weitergeleitet. Während einer Pressekonferenz der Regierung am 4. November teilte er mit:

"Ich habe persönlich eine offizielle Anfrage unter vier Augen übergeben. Die kasachische Seite erwartet eine Antwort der russischen Seite."

Akkenschenow fügte hinzu, dass Kasachstan über die technische Möglichkeit zur Wiederaufnahme des Ölexports verfüge.

Über den nördlichen Strang der Druschba-Pipeline war ursprünglich kasachisches Öl über russisches und polnisches Territorium zur PCK-Raffinerie in Schwedt transportiert worden. Im Jahr 2025 hatte Kasachstan auf diese Weise noch 2,1 Millionen Tonnen Öl nach Deutschland geliefert.

Am 1. Mai 2026 stellte Russland den Transit des kasachischen Öls nach Deutschland unter Verweis auf technische Einschränkungen der Infrastruktur ein. Moskau betonte damals, dass es sich dabei nicht um einen politischen Schritt gehandelt habe. Zwischen Januar und April 2026 flossen noch 1,02 Millionen Tonnen kasachisches Öl nach Deutschland.

Öl aus Kasachstan deckte zwischen 20 und 30 Prozent des Rohölbedarfs der Raffinerie in Schwedt, die ihrerseits unter anderem große Teile von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie den Berliner Flughafen mit Treibstoff versorgt.

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