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Eishockey: Weitere Boykottdrohungen nach Zulassung russischer Teams

Die westliche Empörung über die Zulassung von russischen Eishockey-Teams zu internationalen Wettbewerben bricht nicht ab. Der Autokonzern Škoda droht mit der Rücknahme der WM-Sponsorenschaft, Kanadas Regierungschef verweigert russischen Sportlern die Visa.
Eishockey: Weitere Boykottdrohungen nach Zulassung russischer TeamsQuelle: Sputnik © Alexandr Knjaschew

Der tschechische Autohersteller Škoda hat angekündigt, auf die Sponsorschaft der Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 zu verzichten, falls Russlands Team an dem Turnier teilnehmen wird.

Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in einem Urteil vom 30. Oktober den Internationalen Eishockey-Verband IIHF verpflichtet, russische Mannschaften zu den vom IIHF ausgetragenen Wettbewerben zuzulassen. Seit 2022 waren Teams aus Russland wegen der Sonderoperation in der Ukraine davon ausgeschlossen.

Die Entscheidung des Gerichts wurde bereits von zahlreichen westlichen Politikern und Sportfunktionären kritisiert. Inzwischen gab der Škoda-Konzern in einer Pressemitteilung am 4. November bekannt:

"Wir sind nicht einverstanden mit der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs hinsichtlich der Teilnahme russischer Mannschaften an den vom IIHF ausgetragenen Wettbewerben. Wir halten eine Rückkehr der russischen Mannschaft zur Weltmeisterschaft mit den Werten, an die wir uns seit Langem halten, für unvereinbar."

Der tschechische Konzern kündigte an, im Fall einer Teilnahme Russlands an de Weltmeisterschaft die eigene Beteiligung zu "revidieren".

Parallel dazu kündigte Kanadas Ministerpräsident Mark Carney an, dass Ottawa russischen Sportlern für die Teilnahme an der Jugend-WM im Eishockey keine Visa ausstellen werde. Das Turnier soll Ende dieses Jahres im kanadischen Bundesstaat Alberta ausgetragen werden. Carney führte den "illegalen, ungerechtfertigten und schrecklichen Krieg in der Ukraine" als Begründung an und betonte gegenüber der Zeitung Toronto Sun:

"Wenn Sie spezifisch über die Jugend-WM fragen, wird es dort keine Russen geben."

Inzwischen hatten bereits mehrere europäische Eishockey-Verbände, darunter in Schweden, Finnland, Lettland und Tschechien, angekündigt, dass sie nicht gegen russische Mannschaften spielen würden. Der Vorsitzende des Deutschen Eishockey-Verbands DEB, Frank Lutz, sagte, dass Deutschland erwägen könnte, im Fall einer Teilnahme Russlands auf die Austragung der Weltmeisterschaft im Jahr 2027 zu verzichten.

Mehr zum Thema – Russlands Eishockey-Teams dürfen zurückkehren – Weltverband enttäuscht, Nationalverbände dagegen

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