Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Drohnen treffen Hafeninfrastruktur bei Odessa

15.10.2026 20:40 Uhr
20:40 Uhr
"Reines Geschenk an die Ukraine" – Fico lehnt neue EU-Kredite für Kiew ab

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat am Mittwoch in Brüssel versichert, dass sich seine Regierung weigern werde, zu einem weiteren EU-Kredit für die Ukraine in Höhe von mehreren Milliarden Euro beizutragen. Im Vorfeld des Gipfeltreffens des Europäischen Rates warnte er außerdem, dass die Slowakei erneut von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen werde.
Zum letzten EU-Darlehen von 90 Milliarden Euro für das Kiewer Regime sagte Fico:
"Ich wage zu behaupten, dass dieses Darlehen niemals zurückgezahlt werden wird. Wir betrachten dies als ein reines Geschenk an die Ukraine."
Das laufende Herbst-Gipfeltreffen des Europäischen Rates findet am Donnerstag und Freitag, dem 15. und 16. Oktober 2026, in Brüssel statt.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:31 Uhr
Putin: Kiew hätte vor Angriffen auf Online-Marktplätze und andere Objekte über Folgen nachdenken sollen
Kiew hätte über die Folgen nachdenken sollen, bevor es Angriffe auf Marktplätze und andere Objekte begann. Das sagt Russlands Präsident Wladimir Putin:
"Sie machen bis heute weiter, auch gestern haben sie versucht, Raffinerien anzugreifen, jetzt haben sie irgendwo getroffen. Nichts Wesentliches, aber trotzdem machen sie weiter. Genauso war es mit den Plattformen für elektronischen Handel. Sie haben den ersten Schritt gemacht. Wir haben begonnen zu antworten. Jetzt jammern sie auch wegen der Energieversorgung und wegen anderer Objekte, darunter Rechenzentren und so weiter. Sie haben angefangen. Man hätte nicht anfangen sollen. Bevor man diesen Schritt machte, hätte man gründlich über die Folgen nachdenken müssen."
Kiew wendet sich laut Putin nach den Gegenschlägen auf seine Angriffe auf die russische zivile Infrastruktur sofort an seine Geldgeber und bittet sie, Einfluss auf den Kreml zu nehmen.
20:14 Uhr
Seit Beginn 2026: Mehr als 10.000 Zivilisten in Russland durch ukrainische Angriffe verletzt
Der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums Rodion Miroschnik teilt dem Vorsitzenden des UN-Menschenrechtsausschusses mit, dass seit Beginn des Jahres 2026 mindestens 10.253 Zivilisten in Russland durch Angriffe der ukrainischen Streitkräfte verletzt wurden. Er wirft Kiew vor, Terror gegen die Zivilbevölkerung zu verüben.
Miroschnik spricht zudem von einem "Transportkrieg" gegen die Zivilbevölkerung. Seit Jahresbeginn seien 277 Passagierbusse angegriffen worden, wobei über 450 Menschen verletzt wurden. Auch private Pkw seien gezielt attackiert worden, wodurch ganze Familien ums Leben gekommen seien.
Der Sonderbeauftragte fordert vom UN-Menschenrechtsausschuss eine eindeutige Stellungnahme zu den Angriffen des Kiewer Regimes auf die Zivilbevölkerung in Russland.
19:53 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört binnen zwölf Stunden 80 ukrainische Starrflüglerdrohnen
Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass die Luftabwehrkräfte zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit 80 ukrainische Starrflüglerdrohnen über den Gebieten Russlands abgeschossen und zerstört haben.
Die Behörde präzisiert weiter, dass die Drohnen über den Gebieten Brjansk, Kaluga, Krasnodar, Kursk, Moskau, Rjasan, Tambow und Tula sowie über der Teilrepublik Krim und dem Schwarzen Meer außer Gefecht gesetzt wurden.
19:31 Uhr
Westmedien: Kein Starlink – Kiews Militär bläst Kampfaufträge ab

SymbolbildUrheberrechtlich geschützt Kiews Militär muss Drohnenmissionen absagen, da das Starlink-Satelliteninternet langsamer arbeite. Die Drosselung stört die Kontrolle der Drohnen, wodurch sie Russlands Luftabwehr leichte Ziele bieten. Drohnenangriffe auf mittlere Distanz und Einsätze von Abfangdrohnen sind erschwert.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.19:15 Uhr
Frankreichs Außenminister: Europa stellt Kiew zwei Drittel der Aufklärungsdaten bereit
Der französische Außenminister Jean-Noël Barro erklärte im Radiosender France Inter, dass Europa Kiew den Großteil der militärischen Aufklärungsinformationen bereitstellt. Er sagte:
"Zwei Drittel der Ukraine übermittelten Aufklärungsdaten stammen heute von den Europäern und insbesondere von Frankreich."
Er fügte hinzu, dass die wichtigste Hilfe für Kiew bereits seit Langem aus den europäischen Ländern kommt.
18:53 Uhr
Ukrainische Metallurgie verliert monatlich bis zu 200 Millionen US-Dollar
Die ukrainische Metallurgiebranche erleidet monatliche Verluste von bis zu 200 Millionen US-Dollar aufgrund der Blockade der Häfen in Odessa. Dies berichtet das ukrainische Branchenportal GMK Center. Der Ausfall des Seehandels gilt als eines der Hauptprobleme der Industrie, wodurch die Eisenerzproduktion im Land um 35 Prozent sinken könnte.
Zusätzlich führen russische Angriffe zur Einstellung der Produktion in vielen Unternehmen. Der daraus resultierende Verlust an Produktionskapazitäten wird die Exporteinnahmen der Firmen 2026 um 2,5 Milliarden US-Dollar und 2027 um weitere 2,5 Milliarden US-Dollar reduzieren, was insgesamt einen Rückgang von 5 Milliarden US-Dollar bedeutet.
18:33 Uhr
Russische Drohnen treffen Hafeninfrastruktur bei Odessa und Frachter mit Militärgütern
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt mit, dass die russischen Streitkräfte am Tag ihre Drohnenangriffe auf Objekte der Verkehrsinfrastruktur, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden, sowie auf Seeschiffe fortgesetzt haben, die an der Lieferung von Militärgütern für die Ukraine beteiligt sind.
Im Hafen Juschny im Gebiet Odessa wurde demnach ein solches Objekt der Verkehrsinfrastruktur zerstört. Außerdem wurde auf See ein Frachtschiff getroffen, das Güter für militärische und doppelte Verwendung in den Hafen Odessa lieferte.
18:17 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff trifft Zentralmarkt in Kachowka
Die ukrainischen Streitkräfte haben den zentralen Markt in Kachowka im Gebiet Cherson angegriffen. Dank einer rechtzeitigen Evakuierung gab es keine Verletzten, berichtete der Leiter des Gemeindebezirks Kachowka, Pawel Filiptschuk. Er schrieb auf Telegram:
"Heute gegen 10 Uhr morgens kreiste ein feindliches unbemanntes Luftfahrzeug über dem zentralen Markt in Kachowka. Ein Mitarbeiter des Marktes bemerkte es und bat die Menschen, das Gelände zu verlassen. Dank seiner Handlungen konnten Opfer vermieden werden. Anschließend wurde ein Schlag auf den Markt verübt."
Bei dem Angriff wurden sechs Fahrzeuge beschädigt.
17:59 Uhr
Russlands Außenminister: Selenskij zeigt kein Interesse an Wahlen
Der russische Außenminister, Sergei Lawrow, erklärte, dass Wladimir Selenskij keine Wahlen anstrebt, da er dafür unannehmbare Bedingungen gestellt hat. Lawrow sagte gegenüber Journalisten:
"Herr Selenskij hat bereits klar zu verstehen gegeben, dass Wahlen ihn nicht interessieren, denn er hat dies mit Bedingungen verknüpft, die von vornherein inakzeptabel sind."
Auf die Frage der Journalisten, ob Moskau zu Zugeständnissen bereit sei, sollten in der Ukraine dennoch Präsidentschaftswahlen stattfinden, antwortete Lawrow, man werde nicht spekulieren. Gleichzeitig warnte er davor, dass es keinen Waffenstillstand geben werde, nur um Selenskij wieder auf Kurs zu bringen und mit Waffen auszustatten.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

