Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Neutralität und Reduzierung der Armee "rote Linien" für Kiew

25.10.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:59 Uhr
Selenskij: Neutralität und Reduzierung des Militärs "rote Linien" für Kiew
Kiew werde Einschränkungen der Zahlenstärke seines Militärs und einen neutralen Status als Bedingungen für eine friedliche Lösung des Konflikts nicht akzeptieren. Dies kündigte der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij in einem Interview mit dem Fernsehsender TSN an. Er sagte, dass er diese Haltung bereits der US-amerikanischen Seite mitgeteilt habe:
"Sie haben die Schlussfolgerungen verstanden, dass Beschränkungen unserer Armee und die Neutralität der Ukraine nicht in Frage kommen."
Auf eine Frage der Journalistin, ob es sich bei diesen Forderungen um "rote Linien" der Ukraine handelte, antwortete er:
"Ich würde mich ungern in das Thema unserer roten Linien vertiefen, doch im Prinzip sind sie klar."
Zuvor hatten Russlands Vertreter mehrmals betont, dass ein neutraler Status der Ukraine eine der Hauptbedingungen für eine Lösung des Konflikts sei.
19:23 Uhr
WSJ: Kiew steht schlimmster Winter seit fünf Jahren bevor
Die ukrainische Hauptstadt Kiew hat den schlimmsten Winter seit fünf Jahren vor sich, schreibt das Wall Street Journal. Das Blatt gab damit die Warnung des Leiters des ukrainischen Energieforschungszentrums, Alexandr Chartschenko, wieder, wonach auf Abschaltungen von Strom Notreparaturen folgen werden. Damit werde sich ein Ring schließen.
Das Wall Street Journal weist zudem darauf hin, dass die Stromausfälle auch die Wasserversorgung der Stadt beeinträchtigen werden, und schreibt:
"Drei Millionen Bewohner Kiews bereiten sich auf den schwersten Winter während des gesamten Kriegs vor, der knapp fünf Jahre andauert. Einige denken darüber nach, die Stadt zu verlassen."
Zuvor hatte bereits Kiews Bürgermeister Klitschko die Bewohner aufgerufen, die Stadt zu verlassen.
18:49 Uhr
Musk wirft Selenskij Bruch der Starlink-Nutzungsbedingungen vor
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij verletzt laut Elon Musk die Nutzungsbedingungen des Satellitennetzwerks Starlink, indem er es für Angriffe auf russisches Territorium nutzt. In einem Beitrag auf X teilt Musk einen Screenshot von Selenskijs Tweet, in dem der ukrainische Staatschef ankündigt, dass Kiews Militär Starlink für Mittelstreckenangriffe gegen Ziele in Russland nutze, und betont:
"Für die Narren da draußen: Selenskij postete selbst, dass er Starlink für offensive Drohnenangriffe nutzt, was immer den Nutzungsbedingungen von Starlink widersprach."
Zuvor behauptete Musk, dass Starlink ein ziviler kommerzieller Dienst und im Gegensatz zu dem von der US-Regierung kontrollierten System Starshield "ein anderes System" sei. Dem fügte er hinzu, dass Starlink "bei weitem mehr als jedes andere Privatunternehmen für die Verteidigung der Ukraine" getan habe, und schrieb:
"Sollte Starlink abgeschaltet werden, würde die ukrainische Front sofort zusammenbrechen. Das ist KEINE Drohung, sondern nur eine Tatsachenfeststellung."
18:08 Uhr
Belgorod: Zahl der Opfer steigt auf zwei
Die Anzahl der Menschen, die beim nächtlichen Angriff des ukrainischen Militärs auf Belgorod ums Leben gekommen sind, ist auf drei gestiegen. Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt, Walentin Demidow, erlag einer der verwundeten Zivilisten seinen Verletzungen im Krankenhaus. Insgesamt seien zudem 13 weitere Menschen verletzt und würden medizinisch versorgt.
17:37 Uhr
Schwarzes Meer: weiterer Transport von Militärgütern für die Ukraine getroffen
Russlands Streitkräfte setzen ihre Angriffe gegen Schiffe, die im Interesse des ukrainischen Militärs eingesetzt werden, fort. Das russische Verteidigungsministerium meldet einen Drohnenangriff gegen ein solches Schiff:
"Zur See wurde ein Frachter getroffen, der Güter zur Versorgung der Streitkräfte der Ukraine in den Hafen von Odessa lieferte."
16:51 Uhr
Zivilist bei ukrainischem Angriff auf Jelez getötet
Bei einem ukrainischen Angriff auf die Stadt Jelez im Gebiet Lipezk ist ein Zivilist getötet worden. Igor Artamonow, Oberhaupt der Region, berichtet dazu:
"Leider ist bei einem Raketenangriff gegen das Industriegebiet von Jelez ein Wachmitarbeiter eines der Betriebe ums Leben gekommen."
Im Gebiet Lipezk war während des heutigen Sonntags mehrmals Raketenalarm ausgerufen worden. Artamonow gab dazu außerdem bekannt, dass eine Frau verwundet worden sei.
16:13 Uhr
Russland und Ukraine vereinbaren humanitäre Feuerpause im Gebiet Cherson

Russland und die Ukraine haben sich auf eine humanitäre Feuerpause im Gebiet Cherson verständigt. Nach einem Online-Gespräch bestätigten die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa und ihr ukrainischer Amtskollege Dmitri Lubinez, dass die Waffenruhe am 27. Oktober um 4 Uhr Moskauer beziehungsweise 3 Uhr Kiewer Zeit beginnen soll.
Eine maßgebliche Rolle bei der Vermittlung spielte US-First-Lady Melania Trump. Sowohl die russische als auch die ukrainische Seite würdigten ihre Bemühungen um die Vereinbarung.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:25 Uhr
Ukrainische Baumarktkette verliert an einem Tag vier Logistikzentren
Nach den jüngsten Angriffen aus Russland meldet die ukrainische Baumarktkette "Epizentr" am Sonntag ihre "völlige Zerstörung". In einem Facebook-Eintrag der im Jahr 2003 gegründeten Firma sind die Städte aufgelistet, in denen die Kette nach eigenen Angaben innerhalb eines einzigen Tages ihre Filialen verloren hat:
"Charkow, Saporoschje, Winniza, Potawa. Wieder nur an einem Tag. Die völlige Zerstörung der Kette."
Kurz zuvor hat das Verteidigungsministerium in Moskau auf Telegram bekannt gegeben, dass das russische Militär in Charkow ein Logistikzentrum von "Epizentr" getroffen habe, in dem der Gegner Güter mit doppeltem Verwendungszweck gelagert habe.
In den sozialen Medien kursiert ein Video, das die brennende "Epizentr"-Filiale in Charkow zeigen soll.
Russians destroyed the last Epicentr DIY store in Kharkiv this evening – a facility that had already been damaged in previous attacks. Staff and customers had already evacuated. 📹Place Kharkiv https://t.co/U1nkil1ZvK
— Belsat in English (@Belsat_Eng) October 25, 202614:46 Uhr
Anzahl der Toten bei Angriff in Orjol steigt auf vier
Die Anzahl der Todesopfer infolge des ukrainischen Angriffs auf die Stadt Orjol am 23. Oktober ist auf vier Personen angestiegen. Der Gouverneur des Gebiets Orjol, Andrei Klytschkow, berichtete dazu:
"Bei der Räumung der Trümmer wurden die Leichen von vier Personen geborgen. Eine weitere Person wird noch vermisst: Mitarbeiter der Rettungsdienste und Bauarbeiter, die die Trümmer räumen, suchen nach ihr."
Klytschkow fügte hinzu, dass bisher 19 Menschen verwundet wurden und medizinisch versorgt werden mussten.
Zuvor hatte das ukrainische Militär am 23. Oktober unter Einsatz von NATO-produzierten Raketen einen zivilen Betrieb in Orjol angegriffen. Nach ursprünglichen Angaben kamen dabei drei Menschen ums Leben, acht weitere wurden verwundet.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
