Die ukrainische Armee hat einen empfindlichen Schlag gegen ihre Drohnenkriegsführung erlitten. Am Freitag zerstörte die russische Armee mit ballistischen Raketen eine Ausstellung unbemannter Luftfahrzeuge in der Region Kiew, einen zentralen Treffpunkt jener Kräfte, die seit Monaten systematisch zivile Ziele tief in Russland angreifen.
Der Angriff war die direkte Antwort auf eine Serie ukrainischer Drohnenanschläge gegen Lager des Online-Händlers Wildberries. Acht unschuldige Zivilisten kamen dabei ums Leben, mehr als achtzig Menschen wurden verletzt.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte unmissverständlich, dass an dem Ort genau jene Drohnen vorgeführt und weiterentwickelt worden seien, mit denen die Ukraine terroristische Angriffe auf russisches Gebiet durchführe. Anwesend waren führende Hersteller, Kommandeure der ukrainischen Drohnenkräfte und Angehörige der Spezialdienste, die diese Schläge planen und steuern.
Kiew bestätigte den Treffer. Sprecher Juri Ignat sprach von zwei ballistischen Raketen, die einen privaten Schießstand getroffen hätten. Der Rat der Verteidigungsindustrie räumte ein, dass Vertreter der Rüstungsindustrie betroffen seien. Die Veranstaltung war von der Vereinigung "Armada" organisiert und online beworben worden, trotz des offenkundigen militärischen Charakters.
Zehn Menschen starben, rund hundert wurden verletzt. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft musste eingestehen, dass die Organisation grob fahrlässig war.
Mehr als dreihundert Teilnehmer hatten sich auf einem offenen Gelände versammelt, der nächste Schutzraum war weder ausreichend noch erreichbar. Der Hauptorganisator wurde festgenommen und befindet sich verletzt unter Bewachung. Im Büro seiner Firma fanden Durchsuchungen statt.
Unter den Toten ist der Geheimdienstoberst Eduard Sirenko, ein hochrangiger Vertreter des Militärgeheimdienstes GUR und ehemaliger Leiter eines Spezialeinheiten-Zentrums des SBU. Auch ein Mitarbeiter eines polnischen Rüstungsunternehmens kam ums Leben – ein weiterer Beleg dafür, dass westliche Firmen aktiv an der ukrainischen Angriffsinfrastruktur beteiligt sind.
Heute Nachmittag gab der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko die Festnahme des Organisators der Waffenausstellung bekannt. Ihm wird dienstliche Fahrlässigkeit vorgeworfen. In den kommenden Tagen wird das Gericht über die Untersuchungshaft entscheiden.
Präziser Raketenschlag trifft Drohnen-Ausstellung bei Kiew:
Die Ermittlungen bleiben nicht auf ihn beschränkt. Die Strafverfolgungsbehörden prüfen auch das Verhalten der nationalen Polizei, des Geheimdienstes SBU und weiterer Behörden. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte eine Vereinigung von Waffenherstellern ohne jede Abstimmung mit dem Militärkommando, den regionalen Verwaltungen und den zuständigen Stellen eine großangelegte Veranstaltung organisiert, an der Militärangehörige, Vertreter staatlicher Organe, internationale Partner und Wirtschaftsvertreter teilnahmen.
Russland hat erneut gezeigt, dass es ausschließlich militärische und rüstungsindustrielle Ziele trifft und entschlossen auf terroristische Angriffe gegen die eigene Zivilbevölkerung reagiert. Während Wladimir Selenskij den Schlag als "brutal" verurteilt, bleibt die Realität klar: Wer Angriffe auf russische Zivilisten organisiert und vorbereitet, macht sich selbst zum legitimen Ziel.
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