Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) erklärte, sie habe zwei Schiffe in der Straße von Hormus beschlagnahmt und an die iranische Küste gebracht. Dabei betonten sie, dass die "Störung von Ordnung und Sicherheit in der Straße von Hormus eine rote Linie für den Iran" sei.
Zuvor wurde berichtet, dass ein Schiff vor der iranischen Küste unter Beschuss geraten sei, während ein weiteres Schiff nach einem Angriff vor der Küste Omans beschädigt worden sei.
Westliche Medien wie Associated Press berichteten, Iran habe am Mittwoch drei Schiffe in der Straße von Hormus beschossen und damit die anhaltende Bedrohung für die globale Energieversorgung unterstrichen sowie die Bemühungen erschwert, die USA und Iran an den Verhandlungstisch zur Beendigung des Krieges zu bringen.
Die Angriffe erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die USA die Waffenruhe mit Iran, die an diesem Mittwoch auslaufen sollte, auf unbestimmte Zeit verlängern würden. Gleichzeitig kündigte Trump jedoch an, dass die USA die Blockade iranischer Häfen fortsetzen würden.
Das iranische Staatsfernsehen berichtete später, dass sich zwei Schiffe in der Obhut der Revolutionsgarde befänden und in Richtung Iran gebracht würden. Als betroffene Schiffe wurden die MSC Francesca und die Epaminondas identifiziert.
Iranische Medien berichteten, die Revolutionsgarde habe ein drittes Schiff namens Euphoria angegriffen. Sie erklärten, das Schiff sei vor der iranischen Küste "gestrandet", ohne weitere Details zu nennen.
Das United Kingdom Maritime Trade Operations Center (UKMTO) teilte mit, dass das erste Schiff von einem Patrouillenboot der Revolutionsgarde angegriffen worden sei, das das Schiff vor der Eröffnung des Feuers nicht angesprochen habe. Zudem hieß es, bei dem Angriff sei niemand verletzt worden.
Die iranische Nachrichtenagentur Nour News berichtete hingegen, die Revolutionsgarde habe erst das Feuer auf das Schiff eröffnet, nachdem dieses "die Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert" habe.
Seit Beginn des Krieges am 28. Februar mit US- und israelischen Luftangriffen auf Iran hat es im Nahen Osten mehr als 30 Angriffe auf Schiffe gegeben.
Mehr zum Thema – Kerosinschock zwingt Lufthansa zu radikalem Kahlschlag: 20.000 Flüge fallen bis Oktober aus